139 Mal: Auszeichnung für fleißigen Blutspender

Er hat die Altersgrenze erreicht: Uwe Kurz (l.) wird vom DRK-Vorsitzender Markus Wasserthal geehrt.
Er hat die Altersgrenze erreicht: Uwe Kurz (l.) wird vom DRK-Vorsitzender Markus Wasserthal geehrt.

Uwe Kurz nimmt unfreiwillig Abschied. Allein für das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hat er 139 Mal Blut gespendet. „Jetzt ist Schluss – ich habe die Altersgrenze erreicht und muss ausscheiden“, sagt der 72-Jährige fast ein wenig wehmütig, als Markus Wasserthal als Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Schenefeld ihn mit einem Blumenstrauß überrascht und sich für die langjährige Treue bei dem Spender bedankt.

Bis dahin war es für Kurz wie immer. Das Warten, Blutdruck messen, Fragebogen ausfüllen und das Gespräch mit dem Arzt des Blutspendedienstes Nord. Längst kennt er die Abläufe, bis er endlich die Nadel im Arm hat, ganz genau. Ebenso genau erinnert er sich noch daran, wie er zum Blutspenden gekommen ist. „Das war 1965 während meiner Zeit bei der Bundeswehr“, erzählt der Schenefelder. Anreiz sei damals nicht unbedingt die „Hilfe am Nächsten“ gewesen, sondern vielmehr, dass man für eine Blutspende den Rest des Nachmittags frei bekam. „Natürlich möchte ich meinen Mitmenschen helfen, zumal ich mit der Blutgruppe AB-negativ eine sehr seltene Blutgruppe habe“, sagt Kurz. „Er war wirklich ein sehr treuer Spender – jedes Mal dabei“, erinnert sich Wasserthal und bedauert sehr, dass sich nicht mehr Menschen die Zeit dafür nehmen.„Viele könnten, machen es aber nicht“, sagt der Vereinsvorsitzende und meint die Gründe zu kennen. „Wenige arbeiten vor Ort und haben meist nach getaner Arbeit keine Lust mehr“, sagt Wasserthal. Dennoch kann sich der Ortsverein bei seinen Spenden nicht beklagen. „Wir zählen immer so um die 70 Spender“, sagt Wasserthal und hofft für die Zukunft, neben den ohnehin treuen Spendern auch neue Spender begrüßen zu können. Auch, weil der Bedarf an Blutkonserven immer weiter steige.

 

Schenefeld, 21. Juli 2017

Quelle: sh:z

Bericht und Bild: K. Mehlert