SHMF: Dänemark in Schenefeld

Freuen sich auf das Konzert in der Bonifatiuskirche: (v.l.) Johann Hansen, Viktoria Dutzmann, Frank Siebert, Stefanie Grothe und Christian Dutzmann.
Freuen sich auf das Konzert in der Bonifatiuskirche: (v.l.) Johann Hansen, Viktoria Dutzmann, Frank Siebert, Stefanie Grothe und Christian Dutzmann.

In diesem Jahr ist die Komponisten-Retrospektive des Schleswig-Holstein Musik Festivals (SHMF) an ein historisches Ereignis geknüpft: Die Volksabstimmung über die Grenzziehung zwischen Dänemark und Deutschland jährt sich zum 100. Mal. Grund genug, den Schwerpunkt auf Carl Nielsen (1865-1931) zu legen und somit einen Beitrag zu diesem Ereignis herzustellen.

 

Eine der 120 Spielstätten in 79 Orten wird auch Dank der Kulturinitiative Schenefeld wieder die Bonifatiuskirche sein. „Die Kirche ist am 28. Juli zum achten Mal Spielort des SHMF“, freut sich Johann Hansen, Vorsitzender der Kulturinitiative.

Viel Lob erhielten deren Mitglieder von Frank Siebert, künstlerischer Leiter des SHMF: „Das Festival hier zu verankern ist ein Alleinstellungsmerkmal. Jeder einzelne von ihnen hier leistet einen tollen Beitrag.“ Seine Aufgabe sei es daher, die „Flamme des Enthusiasmus am Glühen zu erhalten“. Jedes Konzert sollte sich von den vorherigen unterscheiden. „Und das ohne Qualitätsverlust – aber es müssen Abwechslung und Kontraste da sein“, betont Siebert.

 

Der diesjährige Schwerpunkt, so Siebert weiter, verspreche große Qualität und einen Überraschungseffekt. „Das Besondere an dem dänischen Komponisten ist, dass er außerhalb eingefleischter Kennerkreise eigentlich völlig unbekannt ist.“ Siebert bezeichnete den Dänen als einen Grenzgänger. „Einerseits war er stark beeinflusst durch Johannes Brahms, eng befreundet aber war er mit weiteren deutschen Komponisten. Andererseits entwickelte er sich zum dänischen Nationalkomponisten und gilt heute als einer der bedeutendsten Vertreter skandinavischer Musik“, so Siebert.

 

Mit Nielsens Werk werden die „Blockflötenkönigin“ Michala Petri und der Gitarrist Lars Hannibal, beide aus Dänemark, die Zuhörer begeistern. Aber auch mit Werken von Bach und Gade bis zu Kompositionen des Zeitgenossen Rasmussen zeigen die Künstler, dass ihre künstlerische und instrumentale Vielseitigkeit weit über den Barock hinweg reiche.

 

Für die Künstlerin sei stets die Aussagekraft der Interpretation der Musik auch unter Berücksichtigung von Konzertsaal, Zuhörern und Mitspielern entscheidend. „Die ausgewählten Künstler werden den Gästen der Bonifatiuskirche einen beglückenden Abend schenken“, ist sich Siebert sicher und verrät, dass Petri auch selbst gern in ihrem dänischen Akzent die Moderation übernehme. „Es ist ein Konzert, das etwas Rundes ergibt.“ Die Musiker seien Vollprofis und wüssten, wie man einen solchen Abend gestaltet.

 

Schon jetzt angetan von der Musik zeigte sich Christian Dutzmann. „Ich habe die Musik im Internet angehört – das war sehr berührend“, schwärmt der Schenefelder. Johann Hansen weist darauf hin, dass die Kulturinitiative auch in diesem Jahr für das Konzert wieder um Unterstützung bittet. Das umfangreiche musikpädagogische Engagement des SHMF und hochklassige Konzerte auch in kleinen Spielstätten seien nicht allein durch Eintrittsgelder zu finanzieren. „Jede Spende, mag sie auch noch so klein sein, wird dankbar entgegengenommen.“

 

Soweit die Spender dies wünschen, erhalten sie für eine Zuwendung von jeweils 75 Euro eine Eintrittskarte zu dem Konzert. Die Kategorie der zugeteilten Karten richte sich nach dem Zeitpunkt des Eingangs der Spende. Das kartenbezogene Spendenverfahren endet am 31. März. Sollten nach Abschluss der Spendenaktion noch Karten vorhanden sein, können diese für 10 bis 39 Euro telefonisch bestellt werden (04892/2145220).

 

Gewerbetreibende haben zudem die Möglichkeit das Konzert als Sponsor zu unterstützen. „Wir vermitteln gerne den Kontakt“, hofft Hansen auf weitere Interessierte.

 

Infos im Internet unter: www.schenefeld.de/shmf-schenefeld/

 

Schenefeld, 05. März 2020

Quelle: sh:z

Bericht und Bild: K. Mehlert