Alte Ansichten aus Schenefeld

Diese Motiv zeigt die Maschinen- und Bauschlosserei Carl Hahn, heute Firma Duitsmann.
Diese Motiv zeigt die Maschinen- und Bauschlosserei Carl Hahn, heute Firma Duitsmann.

„Historische Ansichten“ lautet der Arbeitstitel des neuen Heimatkalenders aus Schenefeld.  Zum vierten Mal zieren nun Motive aus der Gemeinde den eindrucksstarken Bildkalender, der wieder von Dr. Karsten Nühs und Bernd Reichert angefertigt worden ist. „Der Kalender ist sehr beliebt und daher immer wieder schnell vergriffen“, weiß Dr. Nühs aus Erfahrung. Das große Interesse daran habe die beiden Schenefelder daher auch in diesem Jahr wieder überzeugt, einen weiteren Kalender für das Jahr 2016 herauszugeben.

So wurden unter anderem wieder Fotografien aus Zeiten, die bis weit in das zurückliegende Jahrhundert reichen, verwendet. Für das Deckblatt wählten die Herausgeber eine farbige Ansichtskarte aus dem Jahre 1897, die das Pastorat, Häuser der Dorfmitte, die frühere Kirchspielvogtei oder die Holstenstraße vom Nordpol bis zur Kirche zeigt. Andere Seiten bilden Häuser und Personen beim Festumzug, Kinderfest, Schlittschuhlaufen, bei sportlichen Aktivitäten im Hohenzollernpark oder beim Sommervergnügen im Louisenbad ab. „Das aktuellste Foto aus dem Jahre 2007 zeigt die Ausgrabungen der Grubenhäuser, die eine sehr frühe Besiedelung der Gemeinde Schenefeld beweisen, auf dem Gelände der ehemaligen Schlachterei Voß“, sagt Dr. Nühs, der für den Kalender ausschließlich Fotos aus seinem großen Privatarchiv verwendete.

 

„Ich habe rund 8000 Fotos digitalisiert und archiviert“, sagt Nühs und erzählt, dass die Entstehung des Kalenders einer Anfrage der Kalender-Manufaktur aus Verden bei dem Schenefelder Archivar Peter Reinholz vorausgegangen war. Dieser habe die Anfrage mit dem Wissen um das umfangreiche Foto-Archiv von Dr. Nühs an ihn weiter gegeben. Das Format (30 x 30 cm) und die optische Gestaltung des Kalenders habe sich in den vergangenen Jahren nicht verändert. Jeder Monat wird mit aussagestarken historischen und untertitelten Ansichten mit einem entsprechenden Kalendarium dargestellt. Darüber hinaus haben Nühs und Reichert den Bildkalender mit einer Anlage versehen, die unter anderem Hinweise zum Aufnahmedatum der einzelnen Fotos geben. Der Verkauf des Bildkalenders mit einer Auflage von 75 Stück wird im Schenefelder Modegeschäft von Norbert Graf angeboten. Der Erlös aus dem Verkauf, so sagt Dr. Nühs, solle wieder einmal mehr an die „Stiftung Krinkberg“, die 1983 das historische Denkmal „Krinkberg“ wieder herstellte, gehen.

 

Schenefeld, 24. Oktober 2015       Quelle: sh:z        Bericht und Bild: K. Mehlert