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Norddeutsche Rundschau

Schenefeld: Ein Dorf mit Zukunft
Landwirtschaftsministerin enthüllt Hahnenskulptur

auf dem Marktplatz der Gemeinde

SCHENEFELD "Gemeinsam sind wir stark" lautet schon seit langem das Motto für die Gemeinde Schenefeld, und unter diese Überschrift hatte Bürgermeis­er Hans-Heinrich Barnick auch die Teilnahme am Landeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" gestellt.

Mit Erfolg, wie das Ergebnis nach dem zweieinhalbstündigen Besuch der Jury unter er Leitung von Helga Klindt am ,6. September gezeigt hat: Schenefeld wurde Landessieger und durfte sich nun über einen neuen krähenden Bronze­hahn freuen.

Gemeinsam mit der Ministerin Dr. Jul­iane Rumpf vom Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räu­me, mit der Vorsitzenden vom Schles­wig- Holsteinischen Heimatverein, Jutta Kürz, und mit Helga Klindt enthüllte Bürgermeister Barnick unter dem Beifall der Zuschauer das neue Wahrzeichen für eine zukunftsorientierte Ge­meinde auf dem Schenefelder Marktplatz.

Es ist bereits die zweite Auszeichnung auf Landesebene, denn schon 1982 er­hielt die Gemeinde den ersten krähen­den Hahn, damals noch für den Wettbe­werb "Schönes Dorf", der seitdem im Park seinen festen Platz hat.

Bei der anschließenden festlichen Sie­gerehrung im Forum der Schenefelder rund- und Gemeinschaftsschule ver­mittelte ein von der Video-AG der Offe­nen Ganztagsschule gedrehter Film der Festgesellschaft einen kleinen Eindruck von dem Gemeindeleben in Schenefeld mit seinen 2500 Einwohnern, von der Infrastruktur, dem Vereinsleben, Festen und Veranstaltungen und von Einrich­tungen wie Kindergarten, Schule, Pfle­geheim und Sparkasse. Einen kurzen ge­schichtlichen Abriss seiner Gemeinde gab Hans-Heinrich Barnick.

Das Gemeindeoberhaupt hatte zuvor zahlreichen Ehrengäste begrüßt, darunter auch die Bürgermeister der Mitbewerbergemeinden, die an diesem Tag ebenfalls von der Ministerin ausgezeichnet wurden.

 Diese hob besonders hervor, dass Schenefeld seit 1961 die einzige Gemeinde in Schleswig-Holstein sei, zweiten Mal "ganz oben auf dem Treppchen" steht. Mit allen guten Wünschen für die Zukunft überreichte sie Hans-Heinrich Barnick die Siegerur­de.

Die Ehrenurkunde für den zweiten Platz durfte Bürgermeister Jörg Smolla für seine Gemeinde Koberg (Kreis Herzogtum Lauenburg) entgegennehmen.

Bei fast Punktegleichstand teilten sich die Gemeinden Schmilau(ebenfalls Herzogtum Lauenburg) und Wakendorf 1 (Kreis Segeberg) den drit­ten Platz. Die Bürgermeister Eckhard Rollinger und Kurt Böttger nahmen für ihre Dörfer die Ehrenurkunden in Emp­fang. Die Ministerin würdigte das Enga­gement der Bevölkerung in allen betei­ligten Dörfern, das zugleich eine Moti­vation für eine zukunftsorientierte Po­litik im ländlichen Raum bedeute.

Im Kreis Steinburg sei man stolz, dass jetzt ein dritter Hahn im Kreis krähen darf, sagte anschließend Kreispräsident Hans-Friedrich Tiemann. Er betonte, dass trotz der demografischen Entwick­lung die Lebensqualität in den Dörfern gewährleistet sein müsse, "damit auch die jungen Leute dort wohnhaft blei­ben". Auch er sei stolz, die Preisträger­gemeinde in seinem Amtsbereich zu ha­ben, betonte Amtsvorsteher Hermann Nottelmann. Noch heute sei er beein­druckt von der Präsentation am Be­suchstag der Jury. Er überreichte Bar­nick ein Geldgeschenk der Bürgermeis­ter des Amtes Schenefeld. Es wird dem Schenefelder Kinder­garten zu Gute kommen.

Hans-Friedrich Tiemann und Her­mann Nottelmann hatten ihre Reden in plattdeutscher Sprache gehalten, was besonders Jutta Kürz freute. "Unsere traditionelle Sprache gehört in unsere Dörfer, sie vermittelt ein Gefühl von Heimat und damit auch von Lebensqua­lität. " Den "stolzen Hahn" bezeichnete sie als Sinnbild für Kraft und Wachsam­keit und auch für Fruchtbarkeit.

Als eine Momentaufnahme bezeich­nete Kommissionsleiterin Helga Klindt den zweieinhalbstündigen Besuch in Schenefeld. Trotz der kurzen Zeit habe sich Schenefeld innovativ und zielori­entiert präsentiert. Der Gemeinde be­scheinigte sie eine große Chance beim Bundeswettbewerb im kommenden Jahr.

Ursula Werlich

 



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