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"2010 war ein ganz schlechtes Jahr für die Schleiereulenpopulation im Kreis Steinburg", sagt Dirk-Peter Meckel, stellvertretender Vorsitzender des Landesverbandes Eulenschutz in Schleswig-Holstein. Hauptschuldiger sei der strenge Winter. Frostige Temperaturen über Monate hinweg und dazu eine dicke geschlossene Schneedecke - viel schlimmer hätte es für die seltene Eulenart nicht kommen können. "Unter dem Schnee gab es zwar viele Mäuse, aber die Eulen kamen nicht an sie heran", erklärt Otto Bies vom NABU Schenefeld. Als es endlich taute, seien die Eulen entweder längst abgewandert oder verhungert. "Die Vögel können nämlich keine Fettreserven aufbauen", so Bies.


Im gesamten Kreis Steinburg gebe es zurzeit "keine zehn nachgewiesenen Brutpaare", sagt Meckel. Ein weiterer Grund für die Misere sei der Biogas-Boom: "Der dramatische Schleiereulen-Rückgang ist auch eine Folge des stetig zunehmenden Mais-Anbaus." Die taubengroße Eule mit ihrer charakteristischen herzförmigen Gesichtsmaske ist ein Kulturfolger, der sich eng an menschliche Siedlungen angeschlossen hat. Scheunen und Kirchtürme dienen ihr als Schlaf- und Nistplatz. Offenes Kulturland mit ganzjährig kurzer Vegetation ist ihr bevorzugtes Jagdgebiet. "Der zunehmende Grünlandumbruch mit der einhergehenden Vergrößerung der Maisanbauflächen zur Biogaserzeugung bereitet uns große Sorgen", erklärt Meckel. Dadurch verringere sich der Anteil der für die Nahrungssuche der Eulen so wichtige Dauergrünlandfläche, auf denen sich Feldmäuse zu Hause fühlen. Genau diese kleinen Nager sind die Lieblingsspeise der Schleiereulen


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