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Trafo-Stationen sind in der Regel grau und unansehnlich und nicht unbedingt ein ,,Hingucker“, aber für die Stromversorgung nun mal unentbehrlich.
Ein Exemplar dieser Stromversorgerkästen steht auch auf dem Parkplatz vom Schenefelder Penny-Markt, von Kunden und Passanten meist unbemerkt.
Seit kurzem nun hat sich das Erscheinungsbild des Schenefelder Trafokastens grundlegend geändert. In ansprechenden Farben können darauf die Bonifatiuskirche, Schenefelder Häuserfassaden, Bäume, Blumen und blauer Himmel bewundert werden.


Sprayer verschönern Schenefeld
Nicht wieder zu erkennen: Mario Schuster (re.) und Benjamin Braune verpassen
der Trafostation ein völlig neues Outfit. Text und Bild U. Werlich


Diesen ganz neuen Anblick haben die Schenefelder zwei Profisprayern aus Potsdam zu verdanken, die im Auftrag des Energieversorgers EON-Hanse mit insgesamt 14 Kollegen zurzeit durch Schleswig-Holstein touren, um graue Kästen in leuchtende Bilder zu verwandeln.
Mario Schuster und Benjamin Braune, beide Mitarbeiter der Firma ART-EFX – Kunsteffekte mit Sitz in Potsdam, die mit mehreren Energieversorgern einen Vertrag für diese Arbeiten geschlossen hat, sind mit ihrem Auftrag als künstlerische Fassadengestalter in ganz  Deutschland und teilweise auch im Ausland unterwegs. Sie legen großen Wert darauf, nicht mit Graffiti-Sprayern verwechselt zu werden.
Zu ihrem Arbeitswerkzeug gehören nämlich nicht nur über 200 Flaschen mit den unterschiedlichsten Farbnuancen, sondern auch feine Pinsel, um das jeweilige Spraybild noch weiter verfeinern zu können.
,,Der Vorteil von Sprayflaschen liegt auch darin, dass man mit ihnen sehr schnell arbeiten kann und dass die Farben rasch trocknen, was bei Außenarbeiten sehr wichtig ist“, erklärt Mario Schuster. Sowohl er als auch sein Kollege tragen Schutzmasken, da der an diesem Tag starke Wind ihnen oftmals feine Farbespritzer ins Gesicht weht.
,,Hier auf dem Parkplatz ist es einigermaßen geschützt, so dass wir gut arbeiten können“, ist er zufrieden. Morgens, so berichten beide, hätten sie aber wegen der starken Böen ihre Arbeit hinter dem Deich in Herzhorn abbrechen müssen.
In Schenefeld konnten sie dagegen ihre Arbeit in Ruhe beenden, bevor es mit dem Auto voller Farbpaletten, Spraydosen und Pinsel weiter nach Husum ging.
Beide hoffen nun, dass sich nicht selbsternannte Graffiti-Sprayer berufen fühlen, an dem farbenfrohen Bild noch etwas ,,nachzuarbeiten“.
Aber die Erfahrung habe gezeigt, so Mario Schuster zuversichtlich, dass auch Graffiti-Sprayer meistens Respekt vor den künstlerischen Arbeiten haben.

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